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Speiseplan für Tiere

Unter der Erde wächst die Rübe und wird richtig schwer. Ungefähr so schwer wie eine ganze Tüte Zucker. Wir können aber nur die vielen grünen Blätter sehen, denn sie wachsen aus der Erde heraus.
Die Futterrübe dient hauptsächlich als Futter für Rinder und Schafe. Dafür werden die Rüben im Winterlager aufbewahrt. Das Winterlager nennt man auch Miete.
Auch Wildtiere wie Rehe und Hirsche haben immer Hunger. Der Magen der Rehe und Hirsche heißt Pansen. Er will immer gut gefüllt sein. Bis ein stolzer Hirsch beachtliche 130 Kilogramm auf die Waage bringt, muss er jede Menge fressen. Auf dem Speiseplan des Rotwildes stehen Kartoffeln, Raps, Mais, Getreide und Zuckerrüben. Am Tag verputzt ein Hirsch oder eine Hirschkuh bis zu 20 Kilogramm Nahrung.

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Vogeljagd

Der schüchterne Vogel Quetzal ist ein Waldbewohner in Amerika. Er hat ein prachtvolles rot-grünes Federkleid. Der Vogel wurde früher von den Azteken und Mayas als heiliger Vogel verehrt.
Weil seine Schwanzfedern so schön waren, dienten sie den Herrschern und göttlichen Königspriestern als Kopfschmuck. Deshalb wurde der Quetzal gejagt. Da die Azteken in Mexiko den Vogel als Gott Quetzalcoatl verehrten, wurde er aber nicht getötet. Die Vögel wurden gefangen und die langen Oberschwanzfedern ausgerissen. Wer einen der Vögel tötete, wurde sogar mit dem Tode bestraft.
Eine Legende behauptet, dass der Quetzal am Anfang ein vollkommen grünes Federkleid hatte. Doch als der König des Quiché-Reiches vor etwa 500 Jahren von den spanischen Eroberern ermordet wurde, hat der Vogel im Blut des toten Königs gebadet. Vom Blut wurde sein Federkleid scharlachrot.
Der kleine Vogel ist heute auf dem Wappen und der Fahne des Landes Guatemala zu sehen. Auch das Geld in Guatemala heißt Quetzal.
Im Türchen siehst du die kostbare Federkrone Moctezumas. Moctezuma war der letzte Herrscher der Azteken. Die Krone ist im Weltmuseum in Wien ausgestellt.

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Ein Trampeltier im Grünen Gewölbe

Im Türchen findest du ein Trampeltier. Meistens nennen wir Trampeltiere einfach Kamel. Trampeltiere sind sehr groß und haben zwei Höcker. Sie leben in Asien. Die kleineren Kamele mit einem Höcker heißen Dromedare. Sie ziehen durch die Sahara in Afrika und durch die Arabische Halbinsel. In Amerika leben ebenfalls Verwandte der Trampeltiere und Dromedare, denn Lamas und Alpakas gehören auch zur Kamelfamilie.
Kamele sind genügsame Tiere. Zum Schutz vor Staub und Sand können sie ihre Nasenlöcher verschließen. Viele Leute denken, die Buckel speichern Wasser aber das ist falsch. In den Buckeln ist Fett gespeichert. Wenn das Kamel genug gefressen hat, sind seine Höcker prall gefüllt. Wenn die Höcker schlaff herunterhängen, sind die Fettreserven alle.
Viele Könige und Kaiser liebten es, exotische Tiere zu halten oder sie anderen Königen, Fürsten, Päpsten oder Kaisern zu schenken. Kaiser Franz I. schlief am liebsten mit einem Löwen am Fußende seines Bettes. Die kräftigen Trampeltiere waren beliebte Transporttiere, die leider auch in Kriegen eingesetzt wurden.
Einen ganzen indischen Hofstaat mit Menschen, Elefanten, Kamelen und vielen anderen Dingen aus Gold und Diamanten hat der Goldschmied Dinglinger für August den Starken in Dresden gemacht. Der Hofstaat steht im Grünen Gewölbe, einem berühmten Museum in Dresden.

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Ein großer Kasten für die Tiere

Gott wollte die Menschen für ihr falsches Verhalten strafen und schickte eine Flutkatastrophe. Wir kennen die Geschichte aus der Bibel. Obwohl er alle Menschen und Tiere mit den Wassermassen fortspülen wollte, warnte Gott seinen Vertrauten Noah und dessen 7-köpfige Familie. Noah sollte ein wasserdichtes Schiff namens Arche bauen. Die würde wie ein langer Kasten aussehen, so bestimmte Gott. Sie würde drei Stockwerke und mehrere Räume haben. Darin sollte Noah seine Familie, die Tiere und das Essen für alle unterbringen.
Wie groß die Arche war? Etwa halb so groß wie die berühmte Titanic, die aber erst im 20. Jahrhundert gebaut wurde.
Noah, seine Familie und die an Bord gebrachten Tiere haben als einzige die 40 Tage und 40 Nächte währende Sintflut überlebt und konnten erst ein Jahr danach ihr Rettungsboot verlassen.