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Tauftisch aus Merzendorf

Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Taufglocke, die aber 1945 ausgelagert und beschlagnahmt wurde und heute in Warschau steht. Der farbige hölzerne Tauftisch aus dem 17. Jh. gehörte ursprünglich zur evangelischen Kirche von Merzendorf und befindet sich nun an ihrer Stelle. Merzendorf im Altkreis Hoyerswerda wurde Opfer des Braunkohletagebaus.

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Romanisches Westportal

Auf dem rechten Sims des romanischen Westportals der Peterskirche von ca. 1230 sitzt eine sphinxartige Figur. Neben Ranken- und Blattgewinde sind am reichgeschmückten Portal viele, je zwei meist einander zugewendete Tiere herausgearbeitet: Affen und Delphine, Tauben, Füchse, ein ganzes Bestiarium. Das Portal befindet sich an der vom ursprünglichen dreischiffigen Bau der ältesten Kirche erhalten gebliebenen Westseite der Peterskirche.

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Barocke Kanzel

Leicht übersieht man ihn im Figurenschmuck der Kanzel, den Mohren mit Turban in seinem im blauen Meer schwimmenden Korb. Doch August Kober war der Stifter dieser Kanzel und hat sich mit seinem Wappen hier selbst verewigt.
Ein weiß-goldener Engel trägt den Kanzelkorb der barocken Kanzel von 1693. Der Engel symbolisiert das himmlische Fundament, auf dem das christliche Heilwerk steht. Auf dem Korb selbst sind die vier Evangelisten dargestellt, auf dem hölzernen Schalldeckel Johannes der Täufer, Moses, Jesaja und Jeremia.

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Heiliger Petrus

Den mächtigen Schlüssel zum Himmelstor in den Händen – Petrus krönt das Treppentürmchen der Westfassade und begrüßt die Kirchengänger. Es handelt sich um die einzige Heiligenfigur an der Außenfassade der Peterskirche. Die Figur wurde vor einigen Jahren durch eine Kopie ersetzt – das Original aus dem Jahre 1595 von Joachim Metzker steht jetzt neben der Kanzel im Inneren der Kirche.

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Schmiedeeisernes Taufgitter

Dieser Engel trompetet mit seinen Gefährten am Taufgitter aus dem Jahre 1617 in der Peterskirche und verkünden das Himmelreich, während Wächter mit schneckenartigen Helmen böse Geister abwehren. Das Taufgitter ist ein Meisterstück Görlitzer Kunstschlosserei der Spätrenaissance.
Bei einem Brand 1691 wurde das gesamte spätgotische Inventar der Kirche zerstört, darunter mehr als 30 Schnitzaltäre, das Geläut, beide Orgeln, kostbare Messgewänder, Altargeräte und Bücher. Nur weniges, darunter das schmiedeeiserne Gitter der Taufkapelle blieben erhalten.

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Epitaph des Dr. Martin Moller von Mollerstein

„Wenn ich gestorben bin, pflanzt auf mein Grab eine junge Linde mit den Zweigen in die Erde! So gewiss, wie die Linde wachsen wird, habe ich Gottes Wort unverfälscht gelehrt.“ Diese Linde, die Mollerlinde, steht am Grabe Dr. Martin Mollers von Mollerstein (1676-1717) auf dem Nikolaifriedhof dem Eingang der Nikolaikirche gegenüber. Als Sohn des Bürgermeisters Gregor Moller stand er als Richter viele Jahre im Dienste der Stadt Görlitz. Den Epitaph in der Peterskirche ließ die Mutter des Verstorbenen setzen. Am Epitaph in der Peterskirche findet man dieses barocke Engelspaar.