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… die Seele in den Himmel springt.

Wie praktisch das doch wäre: sechs Dukaten bei lotterhaftem Eheleben, ganze acht bei Mord … und die Seele hüpft trotz aller Verfehlung gen Himmelspforte.
Heute erinnert das Tetzelhaus an den in Pirna geborenen Gegenspieler Martin Luthers. Den Fuhrunternehmersohn und schlitzohrigen Dominikanermönch Johannes Tetzel. Er gab Luther den Anstoß für die berühmten 95 Thesen an der Schloßkirche in Wittenberg. Denn Tetzel lockte mit seinen Ablaßversprechungen die Pfarrkinder Luthers von Wittenberg nach Jüterbog.
Der Reformator steht heute am Portal der Pirnaer Marienkirche. Die Gewölbefelder im Inneren sollen auf Illustrationen der von Luther erstmals übersetzten Bilderbibel zurückgehen. Wandmalereien aus der Entstehungszeit der Pirnaer Marienkirche, die den Ablasshandel Tetzels verspotteten wurden bei der Renovierung 1708 beseitigt und sind nicht erhalten. Grandioser Höhepunkt spätgotischer Gewölbekunst ist das Netz-, Stern- und Fischblasengewölbe mit den Schlingrippen und Schleifen. Auf dem Kanzelkorb von 1520 hält Maria das Jesuskind auf ihrem Arm.

Frohe Weihnachten!