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Jauchzet, frohlocket …

„Der seel. Capelmeister, Hr. J. S. Bach in Leipzig, welcher sich einsmals 2 Stunden lang auf diesem, wie er sagte, in allen Stücken vortrefflichen Werke hat hören lassen, konnte die Schönheit und Verschiedenheit des Klanges dieser Rohrwerke nicht genug rühmen …“
Mehrfach war der große Meister in St. Katharinen zu Gast. Er schätzte die Orgel sehr. Im Jahre 1720 erklang ein Orgelkonzert Bachs vor den Honoratioren der Stadt. Auch ein anderer großer Komponist wirkte hier in Hamburg: als „Director musices“ versah Georg Philipp Telemann ab 1721 seinen Dienst in der Stadt.
Die Orgel wurde 1943 Opfer der Luftangriffe auf Hamburg. 520 historische Pfeifen konnten jedoch gerettet werden und und kamen im rekonstruierten Instrument zurück an ihren Platz.
St. Katharinen war die Kirche der Schiffbauer, Kaufleute und Bierbrauer, die sich in der Nähe des aufstrebenden Hafens ansiedelten. Heute ist sie auch für die Bewohner der HafenCity zuständig. Der Legende nach stammt das Gold an ihrer Turmspitze aus dem verschollenen Goldschatz Klaus Störtebekers.