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Hochstapeln

Viele Tätigkeiten in der Speicherstadt waren arbeitsintensiv und mit harter körperlicher Arbeit verbunden. Und auch das Stapeln der Säcke erforderte eine Menge Muskelkraft. Kakao- und Kaffeesäcke hatten ein Standardgewicht von 60 Kilogramm, viel zu schwer, um sie an den vier Zipfeln oder an den Nähten fassen und bewegen zu können. Mit sogenannten Griepen oder Greifen bugsierten die Lagerarbeiter die Säcke an die für sie vorgesehenen Plätze. Diese Hilfsmittel verhinderten auch Verletzungen an den Händen durch die rauhen Sisal- oder Jutesäcke. Wenn die Säcke in die Lagerböden gestapelt wurden, mußten sie sowohl fest stehen aber auch genug Zugluft erhalten, damit die Ware eventuell noch trocknen konnte.