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Wildes Wetter

Als eine Sturmflut am 17. Februar 1962 in Hamburg wütete, entwurzelte sie Bäume, deckte Häuser ab und drückte Wasser aus der Nordsee in die Elbe. An mehr als sechzig Stellen brachen die Deiche. Hamburgs schlimmste Sturmflut im 20. Jahrhundert forderte mehr als 300 Menschenleben.
Selbst solchen extremen Wetterereignissen muss die HafenCity stand halten. Dafür musste man sich etwas Besonderes einfallen lassen, denn die HafenCity, wie auch die Speicherstadt, liegen außerhalb der Hamburger Hauptdeichlinie, die südlich des Zollkanals verläuft. Deshalb wurden die neuen Gebäude auf Sockel, sogenannte Warften, mit einer Höhe von 8 bis 9 m über Normalnull gestellt, wo sie von keiner Flut erreicht werden sollten. Die Bezeichnung “Warft” hat man von den hochwassersicheren Siedlungshügeln auf kleinen Nordseeinseln, den Halligen übernommen.