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Muckibude

Schuten waren die Lastenkamele des Hafens. Sie transportierten die Ladung von und zu den Seeschiffen und ab 1888 auch in die Speicherstadt. Das Kommando hatte der Ewerführer, der meist auch ihr Besitzer war. Die Ladung mußte er selbst auf seiner Schute verstauen und diese mit eigener Muskelkraft an ihr Ziel bewegen. Einen anderen Antrieb hatten die Schuten nicht. Der Kahn wurde entweder gestakt oder mit einem sogenannten Peekhaken, einem Schiffshaken, an den Kaimauern entlang gezogen. Das brachte den Ewerführern den Beinamen “Schutenschubser” ein.
Ursprünglich waren die Schuten offen, bei Regen und Schnee wurde die Ladung also mit Planen abgedeckt. Als immer wertvollere Güter bewegt wurden, entwickelte sich die geschlossene Hamburger Kastenschute. Zum Schließen der Luke wurden Holzplanken einzeln aneinander gelegt, was sie zur “Klapperdeckelschute” machte. Ein Schiebedeckel aus Aluminium brachte später geräuschärmere Abhilfe. Ende der 60er Jahre begann die Container-Ära, die Schuten verloren ihre Bedeutung.