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Hoch die Tassen

Wie alle Hohenzollernbauten in der Potsdamer Gegend, ist auch der Standort der Meyerei mit Bedacht gewählt. Eingebettet in die Havellandschaft, kann man von hier bis nach Sacrow und Klein-Glienicke sehen. Sie selbst ist mit ihren mit Zinnen bekränzten Dächern und einem wahrhaft normannischem Aussehen ein markanter Punkt im Gelände. Seit 1792 war sie neben der Viehhaltung auch Lieferantin von Milchprodukten für die königliche Hofküche. Unweit von Kuhstall und Meyerwohnung befand sich ein tapeziertes und furniertes Kabinett, wo dem König in grünen Gläsern Milch serviert wurde. Dabei sah die Majestät den Rindern beim Weiden zu. Ein wahrhaft idyllisches Bild.
Ziemlich verändert hat sich seitdem die Getränkekarte des Hauses. Schon um 1800 gab es Kaffee und Milch für Parkbesucher. Ganz unerlaubt auch Tabak und Branntwein, was den Hofmarschall empörte. Die Gäste liebten das Lokal und trinken hier nun seit 2002 wieder ihr sonntägliches Bier.