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Kreuz und quer

Acht spitze Ecken hat das markante Malteser- oder Johanniterkreuz. Sie verweisen nach heutiger Deutung auf die acht Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu. Das Symbol des Johanniterordens ziert heute nicht nur die Flagge von Malta, es findet sich auch am Greifentor in Glienicke. Ein Zufall ist das nicht, denn Prinz Carl, der Glienicker Schloßherr, wurde 1853 als Herrenmeister des Johanniterordens eingesetzt. Auf einem Glasgemälde in der Kapelle von Klein-Glienicke trifft man deshalb auch auf zwei Ordensritter. In Brandenburg ist der Orden seit 1351 nachgewiesen. Als 1810/11 der preußische Staat die Güter des Johanniterordens säkularisierte, war der Orden nur noch ein vermögensloser Personenverband. 1852 dann stellte König Friedrich Wilhelm IV. den Johanniterorden als selbstständigen geistlichen, allerdings rein evangelischen Ritterorden wieder her.
Gegründet wurde der Orden 1099 in Jerusalem. Nach dem endgültigen Scheitern der Kreuzzüge wichen die Johanniter zunächst nach Zypern, dann nach Rhodos aus. Als sie 1522 auch von dort von den Osmanen vertrieben wurden, war Kreta die nächste Zuflucht, bis 1530 Malta der endgültige Stützpunkt wurde und sich damit auch die Bezeichnung Malteserorden einbürgerte.