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Bruchlandung

„Um Gottes Willen! Rühren Sie sich nicht, wir sitzen fest auf einer großen Fichte!“

Als er in einem Heißluftballon über dem Grunewald schwebte, wollte der Gartenarchitekt Fürst Pückler eigentlich die Potsdamer Havellandschaft aus der Luft betrachten. Er hielt sich jedoch nicht lange in den Wolken sondern landete, wie er in seinem oben zitierten Buch „Tutti frutti“ selbst schreibt, in der Krone eines Baumes.
In Berlin machte der tolle Fürst mit anderen Dingen auf sich aufmerksam. Mit einem Hirschgespann vor der Kutsche fuhr der Exzentriker die Berliner „Linden“ entlang, um schließlich im Café Kranzler einzukehren.
Doch in dem schrägen Enfant terrible steckte auch ein leidenschaftlicher Gartenfreund. Mit Umsicht plante er die Gärten von Muskau, Branitz oder Babelsberg, krempelte ganz uneitel die Ärmel hoch und packte selbst mit an. Mit der befreundeten Augusta, Gattin Kaiser Wilhelms I., diskutierte er die Entwürfe zum Park in Babelsberg und schenkte ihr einen blauen Ara.