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Düsteres Zwischenspiel

…. Was jetzt noch prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch’ und Bein …
(aus einem Sonett des barocken Dichters Andreas Gryphius)
Vanitas-Symbole sollen an die Vergänglichkeit des Lebens und der irdischen Güter erinnern. Blumen wurden seit dem 16. Jahrhundert immer wieder als Vergänglichkeitssymbole verwendet, manchmal auch mit anderen Vergänglichkeitsattributen wie dem Schädel oder der Sanduhr. Ihr Leben ist kurz, vergleichbar mit dem Leben eines Menschen. Auch der Maler Savery hat sich mit dem Vanitasgedanken befaßt, im Gemälde von der Sintflut liegen Schädel und Knochen rechts im Wasser.