17

17

Ehre sei Gott

Heute zeugen noch Huschen – eiserne Schlitten, über die die Sandsteinblöcke zu den Elbkänen hinuntergelassen wurden – und die Werkterrassen vom früheren Betrieb der vielen Steinbrüche. Jahrhundertelang war der Elbsandstein wichtigstes Baumaterial für Kirchen und Profanbauten im gesamten Elbegebiet. Besonders die Barockzeit war Höhepunkt des Sandsteinabbaus. Die Lage Dresdens machte es möglich, dass auch die Frauenkirche mit Steinen aus direkter Nähe gebaut werden konnte und auch das Material für ihren Wiederaufbau stammt aus den Steinbrüchen in der Nähe von Pirna. Insgesamt wurden beim Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden 28.000 m3 Sandstein verbaut, eingerechnet sind über 4000 Quader, die aus dem Originalgebäude vor der Zerstörung 1945 stammten.

15

15

Kurioser Vermessungsfehler

Die deutsche Zählung der Stromkilometer der Elbe beginnt offiziell an der sächsisch-böhmischen Grenze an der Gelobtbachmühle bei Schöna am linken Elbufer. Der deutsche Elbkilometer 0 ist dabei gleichzeitig der tschechische Kilometer 105,81. Tschechische und deutsche Kilometrierung überschneiden sich in einem 3,43 km langen Bereich, in dem die Grenze in der Flussmitte verläuft. Die tschechische läuft auf dem rechten Elbufer bis zum Grenzübergang Schmilka/Hřensko. Nach 121 der deutschen Kilometer kam es im Jahre 1880 zu einem kuriosen Vermessungsfehler, denn die Königreiche Preußen und Sachsen hatten die Elbvermessung jedes für sich durchgeführt, so dass an der damaligen Reichsgrenze plötzlich ein Kilometer zu viel vorhanden war. Deshalb behalf man sich und ließ dem Kilometer 121 den Kilometer 121A folgen. Den gibt es bis heute.

07

7

Security service

Durch die Wolfsschlucht wandert man auf die imposante Aussicht auf dem Hockstein. Im Mittelalter stand hier eine Burganlage. Für die Besatzung der Burg muß es recht langweilig gewesen sein, sie vertrieb sich ihre Zeit beim Mühlespiel. Das Spielbrett kratzten sie direkt in den Fels, die Linien sind noch heute zu sehen.
Das Alter des Mühlespiels in Europa ist nicht bekannt. Der älteste Mühlespielplan wurde auf einer Dachplatte des Tempels im ägyptischen Kurna entdeckt, er ist etwa 3400 Jahre alt. Später ritzten auch die Römer das Spiel in die Steinböden öffentlicher Plätze. Sogar bis in die Aachener Pfalzkapelle ist das Mühlespiel gelangt, dort kann man es auf den aus Jerusalem stammenden Marmorplatten des Thrones finden.